
Mitarbeiter finden: Mit diesen Tipps finden Arbeitgeber qualifiziertes Personal

In unserem Beitrag erfährst du, wie du möglichst effektiv neue Mitarbeiter für die Besetzung offener Positionen in deinem Unternehmen finden kannst. Dazu geben wir dir eine Reihe von praktischen Tipps, die die erfolgreiche Personalsuche vereinfachen. Passende Stellenanzeigen in modernen Formaten über die richtigen Kanäle helfen dir etwa, die richtigen Kandidaten zu erreichen und qualifizierte sowie kompetente Mitarbeiter für dein Unternehmen zu finden. Darüber hinaus können interne Ausschreibungen, Freelancer-Börsen, soziale Netzwerke und Jobmessen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern hilfreich sein. Mit unserem Ratgeber Artikel zu diesen und weiteren Themen findest du einen guten Einstieg in die Suche nach Personal.
Mitarbeiter finden - 12 Tipps für die Praxis
Unternehmen sehen sich heute vor immer größere Herausforderungen gestellt, wenn es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Bewerber auf Stellenanzeigen verfügen oft nicht über die nötige Erfahrung und die geforderten Qualifikationen, um die ausgeschriebene Arbeit effektiv erledigen zu können. Dieser Mangel an Personal ist für Arbeitgeber ein echtes Problem, hängt doch der Erfolg von deinem Unternehmen maßgeblich von den Mitarbeitern ab.
In unserem Beitrag findest du wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Suche nach neuen Mitarbeitern, um offene Stellen zeitnah zu besetzen.
Das solltest du bei der Suche nach Mitarbeitern beachten
Einen besonderen Wert solltest du bei der Suche nach guten Mitarbeitern auf folgende Punkte legen, die du generell beachten solltest:
Qualität vor Quantität: Gutes Personal erledigt anfallende Arbeit besonders effektiv und ist damit einer größeren Anzahl von eher durchschnittlichen Mitarbeitern vorzuziehen.
Präzise Formulierung von Anforderungen: Werden Bewerber für eine bestimmte freie Stelle gesucht, sollte das ideale Kandidatenprofil in der Stellenanzeige möglichst genau definiert sein. Dies erhöht die Chancen, dass sich geeignete potenzielle Kandidaten auf die Stellenanzeige melden.
Genügend Zeit einplanen: Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern dauert oft länger als viele Arbeitgeber annehmen. Hier sollten mindestens sechs Monate eingeplant werden, idealerweise mehr, um Kandidaten zu finden, die in dein Unternehmen passen und die nötigen Qualifikationen mitbringen.
Neue, eventuell unkonventionelle Wege gehen: Moderne Arbeitsmärkte erfordern innovative Herangehensweisen und verändern die Anforderungen an einen erfolgreichen Recruiting-Prozess. So werden zum Beispiel Social-Media-Strategien im Recruiting-Bereich immer wichtiger, wenn es darum geht, die besten Bewerber zu erreichen.
Im Folgenden findest konkrete Tipps und Ansatzpunkte, mit denen erfolgreiche Rekrutierung von Kandidaten für dein Unternehmen zeit- und ressourcensparend gelingt.
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1) Mitarbeiter für Personalsuche incentivieren
Unternehmen, die bereits Mitarbeiter angestellt haben, können von den Netzwerken des Personals profitieren. Besonders gute Mitarbeiter haben oft Kontakt zu weiteren hochqualifizierten Bewerbern mit herausragender Arbeitsmoral. Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Kampagnen bieten außerdem den Vorteil, dass das bereits im Unternehmen tätige Personal in der Regel gut einschätzen kann, wer als potenzieller Mitarbeiter zum Arbeitgeber passt. Entsprechend können bei erfolgreicher Vermittlung auch Prämien ausgelobt werden.
2) Eigenes Netzwerk aktivieren
Auch das persönliche Netzwerk der Führungskräfte sollte bei der Suche nach neuen Mitarbeitern nicht unterschätzt werden. So können zum Beispiel WhatsApp-Gruppen und Kanäle wie LinkedIn genutzt werden, um Kontakte persönlich anzusprechen. Solch eine persönliche Ansprache führt nicht selten zu besonders geeigneten Bewerbern. Gleichzeitig profitieren Unternehmen davon, dass weniger Arbeit für die Personalbeschaffung anfällt.
3) Google für Jobsuche nutzen
Die meisten größeren Unternehmen haben eine eigene Website, auf der aktiv nach Bewerbern für diverse Positionen gesucht wird. Idealerweise werden diese Anzeigen mithilfe strukturierter Daten (Schema.org) in Google Jobs und andere (kostenlose) Stellenbörsen integriert. Laut Google selbst bietet dies die folgenden Vorteile:
Mehr Bewerber: Schema-Auszeichnungen erlauben es Google, Stellenanzeigen in die reichweitenstarke Google-Jobsuche zu integrieren. Potentielle neue Mitarbeiter können Anzeigen dort nach individuellen Kriterien filtern. Dies führt für Arbeitgeber oft zu mehr Bewerbern.
Mehr Interaktionen: Google bietet über seine Plattform die Möglichkeit, Logos zu hinterlegen, Bewertungen für Jobs zu schreiben und Jobdetails anzeigen zu lassen.
Gesteigerte Konversion und stärkere Präsenz: Ein Klick auf die Anzeige in der Google-Jobbörse führt Bewerber auf die Website des Unternehmens. Dies erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung der Kandidaten.
Neben dem Google-Tool hat es sich in der Branche bewährt, die Auffindbarkeit von Job-Postings zu optimieren und Mitarbeiter dazu anzuregen, Anzeigen auch auf persönlichen Social-Media-Accounts zu teilen. Auf diese Weise erhalten Unternehmen häufig Tipps zu besonders vielversprechenden Talenten.
Daneben sollte Suchmaschinenoptimierung auch für Unternehmensseiten selbstverständlich sein.
4) Employer Branding für die Personalsuche
Unternehmen erhöhen ihre Chance auf Erfolg bei der Personalsuche, wenn sie sich als attraktiver Arbeitgeber auf dem Markt präsentieren. Employer Branding ist langfristig ausgelegt und involviert unterschiedliche Maßnahmen, die nicht nur die potenzielle Bewerber anspricht, sondern auch vorhandenes Personal an das eigene Unternehmen bindet.
Maßnahmen für den Aufbau einer guten Arbeitgebermarke umfassen die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen wie etwa eine gute Work-Life-Balance, aber auch eine positive Candidate Experience. Es ist zudem wichtig, dafür zu sorgen, dass die Employer Brand bekannt gemacht wird, damit Kandidaten, die als potenzielle Mitarbeiter in Frage kommen, diese Vorteile auch wahrnehmen können. Auf diese Weise erreichen Arbeitgeber im Idealfall, dass sich passende Kandidaten aus eigenem Antrieb heraus bei ihnen bewerben.
5) Freelancer-Börsen als Alternative für Arbeitgeber
Freelancer-Börsen können für Arbeitgeber eine temporäre Entlastung darstellen, wenn qualifiziertes Personal kurzfristig zur Verfügung stehen muss. Vor allem Remote Jobs sind dafür geeignet, sie an Freiberufler zu vergeben.
Dabei gibt es heute in beinahe jeder Branche exzellente Freelancer, die zu erledigende Tätigkeiten kurzfristig übernehmen. Dies kann zwar keine festen Mitarbeiter vollständig ersetzen. Trotzdem stellen Freelancer-Börsen eine gute Lösung für Arbeitgeber dar, die ad hoc und für einen begrenzten Zeitraum personelle Unterstützung durch geeignete Kandidaten suchen.
6) Ansprache von ehemaligen Mitarbeitern
Auch ehemalige Mitarbeiter können vom Unternehmen angesprochen werden. Diese können ggf. als Arbeitskräfte wiedergewonnen werden. Diese Form der Rekrutierung ist für Unternehmen mit einem vergleichsweise geringen Aufwand verbunden und deshalb unbedingt empfehlenswert.
7) Outsourcing des Recruitings
Personalberatungen oder Headhunter unterstützen bei der Suche nach Personal als Partner. Externen Personalbeschaffung wird in der Regel auf Provisionsbasis vergütet.
Personalberatungen profitieren davon, dass sie sich ganz auf das Active Sourcing über mehrere Recruiting-Kanäle konzentrieren können. Dies gestaltet die Suche nach guten Mitarbeitern für Unternehmen deutlich effektiver.
8) Interne Ausschreibung
Die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter ist auch über eine interne Ausschreibung möglich. Interne Bewerber kennen die Bedürfnisse des Betriebs genau und passen sich an die Anforderungen der offenen Stelle an. Zudem sind interne Ausschreibungen über unternehmenseigene Jobbörsen eine Möglichkeit, qualifiziertes Personal an das Unternehmen zu binden.
Diese Methode der Rekrutierung ist besonders für Großkonzerne geeignet, jedoch haben auch mittelständische Unternehmen mit dem internen Recruiting oft Erfolg. Gibt es keine interne Jobbörse, können Angebote auch direkt an die E-Mail-Adresse bestehender Mitarbeiter geschickt werden.
9) Bewerber-Fachmessen und Events
Potentielle Mitarbeiter finden sich auch auf Fachmessen und Events. Immer mehr Unternehmen nutzen diese Chance und sprechen dort gezielt Fachkräfte an. Sogar von kleinen Unternehmen wird diese Strategie für das Recruiting von neuem Personal genutzt. Und dies mit Erfolg: Messen und Events bieten Betrieben die Möglichkeit, potentielle Bewerber direkt und persönlich anzusprechen.
Auch Speaker können kontaktiert und eventuell rekrutiert werden. Diese Personengruppe ist oft besonders qualifiziert. Zudem finden sich auf Events häufig viele junge Menschen, deren Ausbildung besonders zeitgemäß ist und die daher eine geeignete Zielgruppe für das Recruiting darstellen.
10) Social Recruiting
Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und LinkedIn erlauben eine gezielte Ansprache von potentiellen Arbeitnehmern nach demografischen Merkmalen. Dies kann unentgeltlich über das Profil des Betriebs erfolgen oder auch über Multiposting mit entsprechenden Tools. Alternativ bieten die meisten Plattformen auch an, die Mitarbeitersuche gegen eine Gebühr gezielt zu bewerben.
Sogar Kanäle wie Facebook und Instagram, eigentlich nicht als Jobbörse konzipiert, haben sich so zu einer guten Möglichkeit entwickelt, die richtigen Bewerber zu identifizieren und Fachkräfte unter den Nutzern zu rekrutieren.
Social-Media-gestütztes Recruiting zählt zu den wichtigsten Trends in der Personalbranche, wenn es um die Gewinnung guter Mitarbeiter geht. Die Beliebtheit solcher Recruiting-Strategien begründet sich auch darin, dass Active Sourcing über soziale Medien mit wenig Aufwand verbunden ist.
Werden Ausschreibungen über die eigenen Mitarbeiter geteilt, wird die Reichweite gesteigert, und solche Posts wirken zudem sehr glaubwürdig.
11) Spielerische Kandidaten-Ansprache
Immer mehr Unternehmen setzen auf spielerische Elemente, um im Recruiting-Prozess für Aufmerksamkeit zu sorgen. Mit Gamification werden Aufgaben und Herausforderungen in eine Art Spiel übertragen, das den Bewerbern Spaß macht und gleichzeitig Aufschluss über deren Kompetenzen liefert.
Durch kreative und interaktive Übungen können Arbeitgeber erkennen, wie Bewerber mit komplexen Situationen umgehen oder im Team agieren. Diese Einsichten sind oft aussagekräftiger als klassische Bewerbungsunterlagen und geben dir einen klareren Blick auf wichtige Soft Skills.
12) Mitarbeiterbindung erhöhen
Motivierte Mitarbeiter, die mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind und im Unternehmen bleiben, verringern automatisch die Anzahl an Stellen, die mit neuen Fachkräften besetzt werden müssen. Das Retention Management reduziert die Kosten für die Mitarbeitersuche und spart der HR-Abteilung Arbeit. Arbeitet bestehendes Personal in einem positiven Arbeitsklima und erhält Möglichkeiten der Weiterentwicklung, bleibt es dem Arbeitgeber nachweislich länger treu.
Mit Kennzahlen erfolgreich Personal finden
Im Personalmanagement werden Daten zunehmend zum Schlüssel für bessere Entscheidungsprozesse. Statt ausschließlich auf Bauchgefühl oder subjektive Eindrücke zu setzen, erlauben dir Kennzahlen, den gesamten Recruiting-Prozess von der Stellenausschreibung bis zur Vertragsunterschrift systematisch zu analysieren. Hierbei kommen Technologien zum Einsatz, die den Bewerbungsfluss, Antwortzeiten und Erfolgsaussichten aufzeigen.
So kannst du früh erkennen, welche Kanäle dir qualifizierte Bewerber bringen und an welchen Stellen in der Personalbeschaffung es Optimierungspotenzial gibt.
Wettbewerbsfähigkeit durch Vielfalt
Unternehmen, die bewusst auf Diversität setzen, erschließen sich nicht nur neue Perspektiven, sondern auch einen größeren Talentpool. Forschungsergebnisse (z. B. des Harvard Business Review) zeigen, dass Teams mit breiter kultureller und fachlicher Bandbreite kreativer und innovativer sind. Diversität und Inklusion im Recruiting bedeuten allerdings mehr als das bloße Einstellen möglichst unterschiedlicher Mitarbeiter. Es geht darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der jede Person ihre Stärken einbringen kann und in der faire Chancen für alle gelten.
Indem du beispielsweise anonyme Bewerbungsverfahren testest oder explizit auf genderneutrale Sprache achtest, kannst du Hürden abbauen und Vorurteile minimieren. Wichtig ist, dass Diversität langfristig im Unternehmen verankert wird. So sorgst du nicht nur für eine offene Arbeitsatmosphäre, sondern profitierst von Fachkräften, die sich aufgrund einer inklusiven Kultur bewusst für dein Unternehmen entscheiden.
Onboarding als Schlüssel zur langfristigen Mitarbeiterbindung
Ein strukturiertes Onboarding legt den Grundstein für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und wirkt sich direkt auf die Fluktuation aus. Laut verschiedenen HR-Studien (z. B. von BambooHR) entscheidet sich ein erheblicher Teil neuer Angestellter bereits in den ersten Monaten, ob sie langfristig im Unternehmen bleiben möchten. Daher solltest du den Einarbeitungsprozess nicht dem Zufall überlassen: Ein durchdachter Ablaufplan, klare Ansprechpartner und regelmäßige Feedback-Gespräche sind wichtige Bausteine, um Neuzugänge in ihrer Anfangsphase zu unterstützen.
Gleichzeitig stärkt ein erfolgreiches Onboarding das Zugehörigkeitsgefühl und die Motivation der Mitarbeitenden. Ein gut integrierter Mitarbeiter, der sich wertgeschätzt fühlt, bleibt dem Unternehmen in der Regel länger erhalten. So sparst du Kosten, die bei häufigem Personalwechsel entstehen, und sicherst eine hohe Arbeitsqualität.
Mehr Flexibilität mit Remote-Arbeit
Homeoffice und Remote-Work-Modelle eröffnen heute Chancen, Fachkräfte von überall auf der Welt an Bord zu holen. Die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiter aus anderen Ländern zu rekrutieren, nutzen immer mehr Betriebe. So vergrößerst du deinen Bewerberkreis erheblich und kannst gezielt nach den besten Talenten für spezifische Anforderungen suchen. Virtuelle Teams verlangen eine durchdachte Struktur: Klare Kommunikationswege, virtuelle Meeting-Routinen und verlässliche Tools sind essenziell, um reibungslose Abläufe sicherzustellen.
Remote-Arbeit kann ein klarer Wettbewerbsvorteil sein, da sich viele Bewerber moderne Arbeitsbedingungen wünschen. Unternehmenskultur und Zusammenhalt dürfen dabei nicht zu kurz kommen. Online-Teamevents, regelmäßige persönliche Treffen oder eine hybride Form des Arbeitens sind Wege, um trotz räumlicher Distanz ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen.
Fazit zur Mitarbeitersuche
Neue Mitarbeiter zu finden ist heute in vielen Bereichen sehr schwierig, jedoch keinesfalls unmöglich. Wer seine Prioritäten bei der Personalsuche richtig setzt und darauf achtet, qualitativ hochwertige Kandidaten anzusprechen, die den Anforderungen des Unternehmens gerecht werden, hat gute Chancen, das gewünschte Personal zu rekrutieren.
Es sollte unbedingt genügend Zeit für das Recruiting eingeplant werden. Dies erlaubt es, möglichst viele Tipps zur Mitarbeitersuche zu beherzigen. Dabei lohnt es sich eigentlich immer, neue und unkonventionelle Wege zu gehen.
Wer sein eigenes und das Netzwerk der Mitarbeiter, Fachmessen, Online-Plattformen, Jobbörsen sowie Karriereseiten und Freelancer-Börsen nutzt, hat gute Chancen, offene Stellen zu besetzen. Als verlässliche Dienstleister und Partner empfehlen sich zudem externe Recruiter, denen die Personalbeschaffung übertragen werden kann.
Quellen:
https://join.com/lp/post-job-ads-for-free/?gclid=EAIaIQobChMIpbSn8pTh9gIVao9oCR2WWwShEAAYASAAEgKeZ_D_BwE
https://developers.google.com/search/docs/advanced/structured-data/job-posting?hl=de
https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/wiai_lehrstuehle/isdl/Recruiting_Trends_2020/Studien_2020_01_Social_Recruiting_Web.pdf
http://real.mtak.hu/108837/
https://www.personio.de/hr-lexikon/mitarbeiter-finden/