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Administrator: Begriff, Aufgaben, Ausbildung, Gehalt und Karriereperspektiven

Carolin Kost
Lesezeit: ca. 0 Minuten

Systemadministratoren sind heute zunehmend gefragt. In diesem Beitrag erfährst du alles, was es rund um das Berufsbild des Administrators zu wissen gilt. Dabei bringen wir dir sowohl die Aufgabenbereiche als auch die nötigen Skills näher, über die ein Systemadministrator verfügen sollte. Zudem haben wir Details zur Ausbildung, Branchentätigkeiten und Gehaltsperspektiven für dich zusammengestellt. Unser Beitrag bietet auf diese Weise alles, was es rund um Administratoren und ihre Bedeutung bei der Gestaltung der unternehmerischen IT-Infrastruktur zu wissen gilt.

Was genau ist ein Systemadministrator?

Zu den Hauptaufgaben eines Systemadministrators zählt es, die IT-Struktur eines Unternehmens zu organisieren. Notwendig dafür sind gleich eine ganze Reihe von Fähigkeiten: Die gängigen Betriebssysteme, wie etwa Microsoft Windows, MacOS, iOS und Linux, sollte ein Netzwerkadministrator im Detail kennen. Auch die IT-Sicherheit ist ein zunehmend wichtiges Thema. In diesem Bereich hilft ein IT-Administrator dabei, für ausreichende Sicherheitsstandards zu sorgen. Dies schützt Unternehmen davor, zum Ziel eines Cyberangriffs zu werden, der potentiell kostspielig ist und das Vertrauen der Kunden gefährdet. Soweit eigene Internet Auftritte vorhanden sind, kann es zusätzlich erforderlich sein, einen Web-Administrator zu beschäftigen.

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Welche Aufgaben hat ein Administrator?

Laut des Magazins IT Administrator zählen die folgenden Bereiche zu den wichtigsten Aufgabenfeldern von IT-Fachkräften in der Administration:

  • Management von Betriebssystemen,

  • Server, Cloud- und Offline-Storage,

  • Cyber-Sicherheit und

  • Kommunikation.

Welche Aufgaben genau zu diesen Feldern gehören, haben wir im Folgenden detailliert zusammengestellt.

Management von Computersystemen

Sysadmins legen zum einen fest, welches Startmenü Mitarbeitern auf den Arbeitsgeräten angezeigt wird. Die Aufgabenfelder des Personals werden abgefragt und die notwendigen Anwendungen installiert bzw. freigeschaltet.

Auch Office Hardware, wie zum Beispiel Computer und Laptops, werden durch einen IT-Systemadministrator eingerichtet und verwaltet. Dieses Personal ist auch dafür zuständig, Geräte wieder instand zu setzen, falls einmal ein Defekt vorliegt.

Cloud- und Offline-Storage

Einige IT-Administratoren haben sich auf die Arbeit als Datenbankadministratoren spezialisiert. Sie stellen sicher, dass die Datenbanken wie MySQL im Unternehmen optimal verwaltet werden. Dies schließt auch wichtige Themen wie zum Beispiel Datenschutz und IT-Security, ein effektives Management der vorhandenen Datenbanken und das Cloud Computing mit ein. Einen eigenen Mitarbeiter für diese Position haben jedoch in der Regel nur größere Unternehmen; in der Regel wird dieser Aufgabenbereich vielmehr von Allroundern in der IT-Abteilung übernommen.

Cyber-Sicherheit

Vor Cyber-Angriffen sollte jedes Unternehmen gut geschützt sein. Ein IT-Administrator kann dabei helfen, entsprechende Strategien und Sicherheitsmechanismen für die IT-Infrastruktur zu entwickeln.

Auch Benutzerkonten für IT-Systeme sind ein wichtiges Aufgabenfeld von Administratoren im Cyber-Sicherheitsbereich. Hier geht es darum, zu verwalten, welchen Personalgruppen welche Zugriffsrechte und Benutzerrechte gewährt werden. Ein gutes Management ist hier unerlässlich, um die Datensicherheit des Unternehmens zu gewährleisten.

Kommunikation

Zuletzt zählt auch die digitale Kommunikation zu den wichtigsten Aufgaben, die im Berufsfeld eines IT-Administrators von Bedeutung sind. In diesem Bereich fällt es unter anderem auch, Mailinglisten anzulegen, Benutzernamen und Benutzerkonto anzulegen und diese auf dem aktuellen Stand zu halten.

Im Hinblick auf personenbezogene Daten müssen alle gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz beachtet werden.

Welche Arten von Administratoren gibt es?

Welche konkreten Positionen ein Systemadministrator einnimmt, hängt stark vom Arbeitgeber ab. Je nachdem, ob IT-Fachkräfte in größeren Unternehmen arbeiten oder Mittelstand oder in kleinen Betrieben beschäftigt sind, handelt es sich um Experten mit spezialisiertem Aufgabenfeld oder um Allrounder. Je komplexer die IT-Infrastruktur ist, desto spezieller sind auch die Kenntnisse, der ein Administrator mitbringen muss. Im Berufsfeld sind die folgenden Ausprägungen zu finden:

  • System- und Netzwerkadministratoren: Sie sind verantwortlich für die Planung, Steuerung und Wartung lokaler Netzwerke in einer Organisation.

  • Datenbankadministratoren: Ihre Aufgabe umfasst vor allem die Betreuung interner Datenbänke.

  • Webadministratoren: Hierbei liegt der Fokus darauf, den Internetauftritt des Arbeitgebers zu betreuen und zu optimieren.

  • Security-Administratoren: Dieses Berufsbild fokussiert sich auf Themen wie Datenbank- und IT-Sicherheit.

Welche Skills solltest du für den Beruf des IT-Administrators mitbringen?

Für den Beruf einer IT-Administratorin bzw. eines IT-Administrators sind eine ganze Reihe von Fähigkeiten vorteilhaft, sowohl Hard Skills als auch Soft Skills. Da die IT für Unternehmen zu einem immer wichtigeren Thema wird, sind Administratoren und ihr Know-how besonders entscheidend für den Unternehmenserfolg. Nachfolgend findest du eine Aufstellung der Skills, die in diesem Feld besonders entscheidend sind.

Technische Kenntnisse und Fähigkeiten

Know-how zur Netzwerktechnik gehört ebenso zum Kompetenzprofil wie praktische Erfahrung mit Virtualisierungstechnologien und -plattformen. Dazu ist es wichtig, dass Administratoren mit den einschlägigen Betriebssystemen wie Windows oder Linux vertraut sind. Weitere Wissensfelder erstrecken sich auf Technologien für die Datensicherung, Datenbanksysteme und -sprachen wie MySQL sowie auf die Kenntnis serverseitiger Programmiersprachen wie PHP, Python oder Perl.

Auf dem neuesten Stand zu neuen Trends und Entwicklungen in der IT-Branche

Entwicklungen können in der IT-Branche in besonders rascher Abfolge beobachtet werden. Dies macht es nötig, dass Administratoren ein hohes Maß an Engagement und Lernbereitschaft zeigen.

So ist es von entscheidender Bedeutung, dass Admins stets über neue Trends und Entwicklungen in der IT-Branche informiert sind. Solch ein Wandel zeigt sich aktuell zum Beispiel darin, dass Mitarbeiter eine größere Bandbreite von Betriebssystemen nutzen möchten. Administratoren müssen dementsprechend flexibel sein.

Sprachkenntnisse

Durch die internationale Ausrichtung der IT-Branche ist es essenziell, dass Admins sowohl Deutsch als auch Englisch sprechen - dies idealerweise natürlich fließend. Das Vorhandensein von guten Sprachkenntnissen ist laut der Unternehmensberatung Capgemini sogar ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebenslaufs eines IT-Beschäftigten. Weitere Sprachen können das Portfolio eines IT-Spezialisten zusätzlich ergänzen.

Zuverlässigkeit und Professionalität

Da IT-Administratoren in der Regel über den Zugang zu jeglichen Unternehmensinformationen mittels Administrator-Rechten verfügen, ist Zuverlässigkeit und Professionalität unerlässlich. Auf diese Qualitäten legen dementsprechend die meisten Unternehmen großen Wert bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit

Im Job ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen unabdingbar, gerade im Rahmen des IT-Supports. Zudem arbeiten Admins mit anderen IT-Fachkräften und -Bereichen eng zusammen. Hierfür bedarf es kommunikativer Skills und einer ausgeprägten teamorientierten Denkweise.

Problemlösungskompetenzen

Die Fehlerbehebung ist ein zentraler Bestandteil des Aufgabenspektrums in der IT-Administration. Daher zählt die Fähigkeit, effektive, praktikable und schnelle Lösungen für technische Probleme zu finden, zu den wesentlichen Soft Skills, mit denen man im Job weiterkommt.

Wie sieht die Ausbildung zum Administrator aus?

Ihr Know-how erhalten IT-Administratoren durch diverse Ausbildungen. Während einige Angestellte in diesem Bereich ein Studium vorweisen können, ist dies bei weitem nicht immer der Fall. Auch Fachinformatiker sind sehr gefragt für die Position. Weitere Ausbildungen, die für die Stelle eines Administrators qualifizieren, sind zum Beispiel:

  • Betriebsinformatiker,

  • IT-Systemkaufmann,

  • Informationstechniker und

  • Informatikkaufmann.

Eine Weiterbildung zum IT-Systemadministrator, die mit einer anerkannten Zertifizierung abgeschlossen wird, ist für die meisten Personen mit entsprechendem IT-Vorwissen möglich. Entsprechende Ausbildungen werden laut dem Fortbildungsinstitut New Horizons oft sogar staatlich gefördert.

In welchen Branchen arbeiten Administratoren?

Die Branchen, in denen Systemadministratoren (m/w/d) arbeiten können, sind breit gestreut. So gibt es Stellenangebote sowohl in kleinen Unternehme als auch in Großkonzernen. Generell benötigt jedes Unternehmen, das mit einer digitalen Infrastruktur arbeitet, auch einen Systemadministrator. In der heutigen Zeit ist dies der Großteil von Betrieben.

Laut dem Personaldienstleister Randstad sind Administratoren in den folgenden Bereichen besonders gefragt:

  • Computersystemdesign,

  • Finanzbranche,

  • öffentlicher Dienst,

  • Gesundheitswesen,

  • Versicherungen,

  • Logistikunternehmen und

  • produzierende Industrie.

Welches Gehalt können Administratoren erzielen?

Laut Lohnspiegel verdienen Systemoperatoren in Vollzeitjobs ca. 38.400 € brutto jährlich, was einem Monatsgehalt von 3.200 € entspricht. Besonders qualifizierte Kräfte können jedoch auch deutlich mehr verdienen. Diese Daten sind das Ergebnis einer Online-Umfrage mit über 1.300 Teilnehmern.

Die folgenden Punkte sind besonders entscheidend für die Höhe des Gehalts:

  • Berufserfahrung: Wie in fast jeder Branche verdienen IT-Neulinge ein deutlich niedrigeres Einstiegsgehalt als ihre erfahreneren Kollegen. Die Perspektive ist jedoch gut, je mehr praktische Erfahrung Systemadministratoren (m/w/d) mitbringen: Bereits nach fünf Jahren Berufserfahrung steigt das Durchschnittsgehalt beträchtlich.

  • Betriebsgröße: Ab einer Betriebsgröße von 100 Angestellten steigt das Gehalt von IT-Administratoren. Generell gilt: Je größer das Unternehmen, desto besser auch die Gehaltsperspektive.

  • Geschlecht: Frauen mit viel Berufserfahrung verdienen durchschnittlich deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Für die Zukunft bleibt natürlich zu hoffen, dass sich dieser Trend nicht weiter fortsetzt.

  • Tarifbindung: Unternehmen, die ein tarifgebundenes Gehalt anbieten, zahlen ihren IT-Administratoren in der Regel deutlich mehr.

  • Standort: Systemadministratoren in Westdeutschland erhalten auch heute noch ein höheres Gehalt als ihre ostdeutschen Kollegen.

  • Arbeitspensum: Überstunden sind in der IT sind nicht unüblich. Idealerweise werden Mitarbeiter für diese Leistung natürlich bezahlt und verdienen so entsprechend mehr.

  • Aufgabenbereich: Auch der Schwerpunkt der Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten beeinflusst, wie viel ein Administrator (m/w/d) verdient. Bei Systemadministratoren beträgt das Durchschnittsgehalt zwischen 40.000 und 97.000 € jährlich. Datenbankadministratoren verdienen zwischen 44.000 und 96.000 €. Bei Netzwerk-Administratoren liegt der Verdienst zwischen 42.000 und 97.000 Euro, und Security-Administratoren beziehen Vergütungen, die zwischen 46.000 und 94.000 Euro im Jahr betragen.

Da die Position gute Aufstiegschancen bietet, hält ein Karrieresprung häufig weitere Gehaltsentwicklungen bereit. Administratoren sind gefragt und doch vergleichsweise rar; dementsprechend gut sind auch die Karrierechancen.

Welche Karriereperspektiven gibt es in der Systemadministration?

Die Karrieremöglichkeiten von IT-Systemadministratoren sind gut. Als stark wachsende Branche hat der IT-Sektor generell ausgezeichnete Aufstiegschancen. So können Administratoren zum Beispiel vergleichsweise schnell zu Abteilungs- und Teamleitern aufsteigen und mit Unternehmen wachsen. IT-Personal mit abgeschlossenem Studium wird oft ein besonders schneller Aufstieg ermöglicht.

Auch mit Fort- und Weiterbildungen können neue Karriereperspektiven erschlossen werden, wovon zum Beispiel Quereinsteiger profitieren. Projekte in diesem Bereich sind oft von staatlicher Seite gefördert und so für Arbeitnehmer erschwinglich. IT-Weiterbildungen gibt es zum Beispiel für IT-Ökonomen und -Projektleiter. Auch ein (weiterführendes) Studium kann neue Perspektiven erschließen.

Im IT-Bereich werden aktuell viele neue Kräfte gesucht, egal ob in der Systemadministration, Systemintegration, der Netzwerktechnik oder als Softwareentwickler. Dementsprechend einfach gestaltet sich oft auch die Suche nach einem Arbeitsplatz. Dies gilt besonders für ausreichend qualifizierte und zuverlässige Mitarbeiter. In einschlägigen Jobbörsen finden sich viele Angebote.

Quellen:

https://www.it-administrator.de/magazin/it-administrator/

https://www.capgemini.com/de-de/2019/09/lebenslauf-it-job/

https://www.lohnspiegel.de/it-administratoren-innen/13906.htm

https://kursnet.newhorizons.de/?gclid=EAIaIQobChMI18vLxcz_9gIVgeLmCh2e2Q_-EAAYAiAAEgKil_D_BwE

https://www.karrieresprung.de/jobprofil/administrator/

https://platri-recruiting.de/jobwiki/it-administrator/#elementor-toc__heading-anchor-8

https://talentagent.de/talent/karriereguide/it-administrator

Über die Autorin: Carolin Kost
Carolin Kost

Carolin Kost ist Redakteurin für HR bei hiral. Sie hat Politik und Soziologie in Großbritannien studiert. Aktuell lebt sie in Berlin, studiert dort zudem an der Humboldt Universität. Ihr besonderes Interesse gilt Recruiting- und Personalmanagementthemen.

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